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Radio Argovia informiert über Nahrungsergänzungsmittel

  • Autorenbild: Nadia Mullis
    Nadia Mullis
  • 30. Aug. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Während der gestrigen Abendshow berichtete Radio Argovia darüber, dass laut einer jüngst erschienen Studie jede zweite Person in der Schweiz Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt. Macht das Sinn und was gibt es dabei zu beachten? Diese und andere Fragen durfte ich auf Nachfrage von Radio Argovia beantworten.

 

Ernährung ist ein allgegenwärtiges Thema. Jeder pflegt einen anderen Umgang damit. Viele decken dabei ihren Nährstoffbedarf laut der von Radio Argovia zitierten Studie mit Nahrungsergänzungsmitteln. Grundsätzlich ist dagegen aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Dennoch muss dabei einiges beachtet werden, wenn die Supplementation auf sinnvolle Art erfolgen soll.

 

Zunächst muss beachtet werden, dass der Nährstoffbedarf von Person zu Person variiert. Die eine universell gültige Empfehlung hinsichtlich der einzunehmenden Nahrungsergänzungsmitteln gibt es nicht. Darum macht es grundsätzlich immer Sinn, den genauen Bedarf durch eine Fachperson ermitteln und periodisch prüfen zu lassen. Dennoch gibt es Stoffe, bei denen es bei den allermeisten Menschen zu einer Mangelerscheinung kommt. Wie im Beitrag von Radio Argovia gezeigt, ist dies in unseren Breitengraden beispielsweise bei Vitamin D3 der Fall. Dieses wird in natürlicher Form in der Haut durch das Sonnenlicht gebildet – seine Aufnahme hängt darum massgeblich vom Klima bzw. dem Wetter ab. Die Schweiz ist nicht Kalifornien und die Supplementation von Vitamin D3 darum vor allem in den Wintermonaten für alle empfehlenswert. 

 

Ist der Bedarf – abgesehen vom Vitamin D3 – bekannt, kann dieser mit den entsprechenden Nährstoffprodukten gezielt gedeckt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Einnahme der meisten Präparate während oder nach einer Mahlzeit erfolgen sollte. Das ist wichtig, da fettlösliche Stoffe vom Körper nur mit der gleichzeitigen Einnahme von Fetten aufgenommen werden können. Unabhängig der Resorption von Nahrungsergänzungsmitteln kommt den Mahlzeiten ein wichtiger Stellenwert zu: Sie sind der Kernpunkt unserer Ernährung und haben somit wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Viele der erforderlichen Stoffe nehmen wir nämlich mit unserer Nahrung auf – sofern die Mahlzeiten gesund und ausgewogen gestaltet werden.

 

Nahrungsergänzungsmittel sind ein Segen für unsere Gesunderhaltung – sofern sie richtig angewendet und als Ergänzung zu gesunden Mahlzeiten eingesetzt werden. Eine Bedarfsgerechte, alltagstaugliche Ernährung ist ohne sie kaum möglich. Aus Sicht der Volksgesundheit wäre es darum erstrebenswert, wenn nicht nur jede zweite, sondern jede Person in der Schweiz Supplemente zu sich nehmen würde. Im Gegensatz zur Ernährung im Allgemeinen erscheint es als wenig reizvoll, sich über Nahrungsergänzungsmittel auszutauschen. Und trotzdem – oder gerade deswegen – ist es wichtig, darüber zu sprechen und den eigenen Umgang damit zu hinterfragen. Danke Radio Argovia dass ihr dieses wichtige Thema im Rahmen der gestrigen Abendshow aufgegriffen habt.





 
 
 

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