Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate
- Nadia Mullis
- 11. Apr. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Kohlenhydrate werden unterschieden in die beiden Kategorien langkettig und kurzkettig. Letztere werden auch leere oder einfache Kohlehydrate genannt. Sie enthalten kaum Nährwerte und machen uns nur für kurze Zeit satt. Nimmt man kurzkettige Kohlenhydrate zu sich, steigt der Insulinspiegel schnell an und sinkt gleich darauf wieder ab. Folglich stellt sich schon bald wieder ein Hungergefühl ein. Stark verarbeitete und damit meistens sehr zuckerhaltige Lebensmittel sowie Fastfood eigenen sich aus diesem Grund (und auch aus anderen Gründen) nicht, für eine anhaltende gesunde Ernährung. Solcherlei Essvergnügen sollten legitime Ausnahmen darstellen. Kurzkettige Kohlenhydrate sind vor allem in Zucker und Weissmehl sowie in den daraus erzeugten Produkten enthalten.
Der Verzehr von langkettigen, oder wie sie auch genannt werden, komplexen Kohlenhydraten führen zu einem flacheren Anstieg und Abfall des Insulinspiegels. Sie sorgen für eine langanhaltende Sättigung und enthalten meist einen verhältnismässig hohen Ballaststoffgehalt. Eine hohe Menge langkettiger Kohlenhydrate sind in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Vollkornprodukte
Kartoffeln
Nüsse und Kerne
Hülsenfrüchte
Gemüse
Haferflocken
Quinoa
Amarant
Gerade bei Teigwaren ist es ein Einfaches, von den herkömmlichen Sorten auf solche aus Vollkorn umzusteigen. Diese kleine Veränderung der Koch- und Essgewohnheiten kann einen grossen Beitrag zu Gunsten unserer Gesundheit leisten. Denn wer dauerhaft zu viel kurzkettige Kohlenhydrate zu sich nimmt geht das Risiko ein, zu viel zu essen und dadurch Übergewicht sowie Typ-2-Diabetes zu entwickeln.
Und wenn trotz aller Vernunft einmal dem Verlangen nach einem Menü Medium bei Ronald auf der Raststätte nachgegeben wird, ist das keine Tragik. Bei einer grundsätzlich achtsamen und gesunden Ernährungsweise haben Ausnahmen einen legitimen Platz.

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