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Gesund Grillen, eine Utopie?

  • Autorenbild: Nadia Mullis
    Nadia Mullis
  • 16. Aug. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Du möchtest auf deine Gesundheit und dein Gewicht achten und trotzdem nicht auf Grillpartys verzichten? Bedeutet ein gesunder Grillabend Verzicht und Frust? Oder kann es gelingen, eine ausgewogene und trotzdem leckere Grillmahlzeit zuzubereiten?

 

Die Antwort hängt nicht nur vom Grillgut, sondern vor allem auch von den Beilagen ab. Eine typisches Grill-Menü könnte wie folgt aussehen: Schweinekoteletts und Knoblauchbrot vom Rost und dazu einen leckeren Nudelsalat. Und weil zu einem gemütlichen Essen im Freien ein Dessert gehört, eine Creme mit frischen Erdbeeren. Auch wenn es bei einem einzigen Kotelett bleibt und bei den Beilagen sowie beim Dessert Zurückhaltung geübt wird, Ist das Menü eine veritable Fett- und Kalorienbombe. Oder kurz gesagt: Schlicht ungesund.

 

Das Schweinekotelett allein liefert ca. 30g Fett und abgesehen vom Eiweiss kaum wünschenswerte Nährstoffe. Würde man das Fleischstück durch eine Bratwurst ersetzten, sähe das Bild noch düsterer aus: Eine einzige Wurst besteht aus ca. 40g Fett. Um diese Zahl einordnen zu können hilft die Faustregel, die besagt, dass ein Mensch nicht mehr als 1g Fett pro kg Körpergewicht und Tag zu sich nehmen sollte. Weiter geht es bei den Beilagen: Ein konventioneller Nudelsalat enthält pro Portion etwa 50g Fett, ein Stück Knoblauchbrot – je nach Zubereitung – nochmals eine mehr oder weniger grosse Menge. Der Erdbeerdessert rundet das Ganze mit zusätzlichem Fett und einer ordentliche Menge Zucker ab. Somit liefert eine solche Grillmahlzeit ohne Probleme mehr als 100g tierisches Fett. Doch warum steht hier das Fett im Fokus? Aus zweierlei Gründen: Zum einen, weil es neben dem Eiweiss das einzige ist, auf das eingegangen werden kann. Das Schweinefleisch, die helle Pasta, das helle Brot und der mehrheitlich aus Rahm und Mascarpone bestehende Dessert liefern weder komplexe Kohlenhydrate noch Ballaststoffe. Zum anderen, weil es für unsere Gesundheit einen Unterschied macht, ob wir tierisches oder pflanzliches Fett zu uns nehmen. Ersteres sollte gemieden und letzteres bevorzugt werden – nicht nur beim Grillen.

 

Zusammengefasst lässt sich konstatieren, dass das erwähnte Grillmenü im Wesentlichen aus viel tierischem Fett und leeren Kalorien besteht. Damit ist es die perfekte Voraussetzung, um an Gewicht zuzulegen. Es stellt sich darum die Frage wie es gelingen kann, trotz – oder gerade wegen – der sommerlichen Grillabenden das Gewicht zu halten oder gar zu verringern. Wenn man einige Punkte befolgt, ist es gar nicht so schwierig. Zunächst müssen wir uns bewusst machen, dass jegliches Schweinefleisch dem menschlichen Körper eher schadet als nützt. Aus gesundheitlicher Sicht besser geeignet sind mageres Kalb- oder Geflügelfleisch. Eine gute Alternative für das Knoblauchbrot sind beispielsweise Auberginen. In längliche Scheiben geschnitten, mit etwas Rapsöl bepinselt und gut gewürzt (auch mit viel Knoblauch) stehen sie dem gerösteten Weissbrot geschmacklich in nichts nach. Im Vergleich zu Letzterem enthält das Gemüse deutlich mehr wertvolle Nährstoffe. Allgemein lohnt es sich, beim Grillen mit Gemüse zu experimentieren. Und das nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus geschmacklicher Perspektive! Und was wird aus dem Nudelsalat? Ich empfehle, diesen durch einen Taboulé Salat mit viel frischem Gemüse, Minze und hochwertigem Öl zu ersetzen. Auch Salate aus anderen Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen eigenen sich hervorragend als hochwertige Grillbeilage. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und das Internet ist voll von gesunden, leckeren und gutaussehnenden Inspirationen…

 


Nadia Mullis Ernährungberatung

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